Sodala, weiter gehts mit meinem Testarossa-Fahrbericht:
Das Anstarten ist relativ unspektakulär: Kein Aufheulen des Motors - der Zwölfzylinder im Heck grummelt gutmütig vor sich hin.
Auch das Fahren im unteren Drehzahlbereich (< 4000rpm) bei leicht gedrücktem Gaspedal gestaltet sich keineswegs so, wie ich es von einem Ferrari erwartet hätte. Der Testarossa lässt sich ohne Probleme gemütlich durch den Strassenverkehr bewegen. Lässig schwimmt man mit den anderen Autos mit ohne dauernd vom Gas gehen zu müssen, weil man zu schnell wird.
Sobald man aber freie Bahn hat und das Ganze etwas "motivierter" angehen möchte, sieht die Sache anders aus: Das Gaspedal durchgedrückt, hinter einem brüllt plötzlich der Motor los und der Testarossa schiebt gewaltig nach vorne. Dabei hat man allerdings nie das Gefühl das Auto würde machen was es will. Ständig bleibt der Wagen gut beherrschbar (solange es man natürlich nicht übertreibt).
Auffallend ist noch die unglaubliche Elastizität des Motors: Im fünften Gang mit knappen 50km/h auf die Autobahn rauf und danach beschleunigen stellt kein Problem dar. Sogar damit ist man beim Beschleunigen noch schneller als die meisten anderen Autos, die beim Beschleunigen durch die Gänge schalten.
Überholprestige ist mit dem Testarossa natürlich auch massenhaft vorhanden. Sobald jemand die flache rote Flunder im Rückspiegel auftauchen sieht, verlässt er mit seinem Auto panikartig die linke Fahrspur. Das hatte zur Folge, dass ich bei der Probefahrt fast nicht mehr die richtige Autobahnabfahrt erwischt hätte, weil alle Autos vor mir bereits auf die rechte Spur gewechselt hatten und ich keinen Platz mehr hatte mich auch rechts einzuordnen.